Gemeinde Teufenbach / Geschichte
Kleine geschichtliche Einführung
Die alte Stammburg des Geschlechtes der Teufenbacher ist allem Anschein nach einst aus einem römischen Wachturm entstanden. Die Ortschaft "am tiefen Bache" vermittelte den Verkehr nach Osten, Süden und Westen und liegt im oberen Murtal in einer Seehöhe von 759 m zwischen Scheifling und Murau.
Der Ort liegt unter der gleichnamigen Burg Teufenbach, die im 12. Jh. erbaut wurde. Heute wird die Ortschaft durch die Bundesstraße im Norden umfahren. Eine weitere Wegverbindung führt im Osten von Teufenbach am Fuße der Burg vorbei zum Schloss Schrattenberg.
Dieser Weg ist allerdings nur noch als Wirtschaftsweg erhalten. Unmittelbar aus der Ortsmitte führt eine Gemeindestraße in Richtung Süden in das Gemeindegebiet St. Blasen weiter nach St. Lambrecht, welche ursprünglich die sogenannte Römerstraße war.
Als wesentliche Elemente der Entwicklung des Siedlungsraumes ist die im 12. Jh. entstandene Burg Alt-Teufenbach, die im 16. Jh. errichtete Anlage von Neu-Teufenbach und die zur Burg gehörende Kirche anzusehen. Der Vaßhof, ein zur Burg gehörender Wehrhof des 15. Jhs., der in der Nähe der Kreuzung der alten Verkehrsverbindungen liegt, zählt zu den ältesten
Gebäuden von Teufenbach und ist als Vierseithof angelegt. Die Wichtigkeit der Verkehrsverbindungen und des Thayabaches waren für die Besiedelung des Dorfes in weiterer Folge ausschlaggebend. So ist auch heute noch deutlich erkennbar, dass die Kirche nicht im Zentrum des Dorfes steht (Burgkirche), sondern an dessen östlichen Rand. Im wesentlichen war Teufenbach von der Landwirtschaft, die auch heute noch eine Rolle in der Charakteristik des Ortsbildes spielt, geprägt. Kleingewerbe (Mühlen u.ä.) waren im Bereich des Baches, Gasthäuser im Bereich der Kreuzung und der Brücken angesiedelt. An industriellen Unternehmen ist nur das Hammerwerk des Matthäus Grogger im topographisch statistischen Lexikon der Steiermark von Janisch erwähnt. Die ehemalige, im Ort liegende Ziegelei Pexider wurde vor einigen Jahren abgebrochen und in der Industriezone neu errichtet.
Im Ortsgebiet von Teufenbach befinden sich mehrer Brücken über den Thayabach, wobei die Brücke zum Lambachbichel und die Brücke vor der Abzweigung die wichtigsten sind.
Die weiter Entwicklung der Ortschaft war um die Jahrhundertwende durch den Aufschwung, den die Murtalbahn mit sich brachte, im Bereich des Fremdenverkehrs gegeben. Teufenbach wurde die "Perle des oberen Murtales" genannt. Reste der sogenannten Ferienarchitektur sind aus dieser Zeit noch an manchen Gebäuden zu sehen.
Wie der Park, gehen auch noch andere Ferieneinrichtungen auf diese blühende Periode zurück. Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfasst den Ortskern und die der Ortschaft vorgelagerten Freiflächen, um die Wichtigkeit der Blickbeziehungen bei der Annäherung an den Ort zu unterstreichen.
Quelle: G. Acmann, K. Gartler & u. Werluschnig, 1994
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